Bösartige Schilddrüsenerkrankungen
Bösartige Schilddrüsenerkrankungen treten mit einer Häufigkeit von 2 bis 3 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Jahr auf. Frauen sind dabei 2 bis 3 mal häufiger betroffen als Männer. Die häufigsten Schilddrüsenkarzinome sind das papilläre (70 bis 80%) und das follikuläre Karzinom (10 bis 20%). Diese haben eine gute Prognose.
Ist ein Schilddrüsenkarzinom histiologisch nachgewiesen, muß eine totale Entfernung der Schilddrüse durchgeführt werden. Zusätzlich ist eine Entfernung der Halslymphknoten auf der betroffenen Seite notwendig. Nur beim kleinen papillären Karzinom (bis 1 cm Größe) ist keine weitere Operation notwendig.
An die operative Behandlung eines Schilddrüsenkarzinoms schließt sich eine Radiojodbehandlung an. Diese wird in der Medizinischen Hochschule Hannover, mit der wir eine intensive und erfolgreiche Zusammenarbeit pflegen, durchgeführt.